Was hat ein Säbelzahntiger mit Börsenerfolg und Bewusstseins-Kalibrierung gemeinsam?

Mystischer Business Corner

In der Evolution des Menschen gibt es seit sehr langer Zeit hocheffektive Verhaltensmuster, die es einem Menschen ermöglichen, sehr schnell und effizient zu handeln. Z.B. wenn akute Gefahr für Leib und Leben besteht.

Unser Gehirn, speziell die „Angstzentrale“ Amygdala gibt in diesem Moment blitzschnell eine Abfolge an Befehlen an den ganzen Körper und es folgt ein perfekt aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel – entweder für Flucht oder für Kampf.

Dort, wo vor langer Zeit ein Säbelzahntiger unerwartet vor einem stand und mit einem Mal akute Lebensgefahr bestand, sorgen heutzutage bereits größere Stress-Situationen dafür, dass ganz ähnliche innere Programme im Körper in Gang gesetzt werden. Und ein Mensch reagiert oftmals von außen betrachtet regelrecht irrational, setzt man die akute Situation mit den tatsächlich möglichen Folgen in Relation. Einem Verstand ist das „in Ruhe“ auch alles völlig klar. Was die Thematik jedoch durchaus herausfordernd macht ist die Tatsache, dass in solchen Fällen ein Verstand nicht in Ruhe ist und darüber hinaus regelrecht überrannt wird. Ein tief programmierter Prozess setzt sich in Gang, der heutzutage zwischen Angst und erhöhtem Stresspotential schwer unterscheiden kann. Es sei denn – der Mensch hat Gegenmaßnahmen ergriffen, aber dazu später.

Das zuvor erwähnte Gehirnzentrum kann zwei Wege wählen. Entweder es löst direkte Befehle an das sogenannte sympathische Nervensystem aus – oder es wählt den „etwas langsameren“ Weg über den Hypothalamus.

Im ersten Fall sorgt ein hoher Adrenalinspiegel für schnellen Herzschlag, höheren Blutdruck, eine bestmögliche Versorgung sämtlicher Muskeln, um mit aller verfügbaren Energie vor der akuten Gefahr, z.B. eines Säbelzahntigers, wegrennen oder gegen sie zu kämpfen. Aber auch im 2. Fall beginnt eine wahre Flut an Hormonen im Körper auf Basis dieser Dringlichkeitsbefehle ihre Arbeit zu verrichten und endet bspw. in einem sehr hohen Kortisol Spiegel. Nicht umsonst bezeichnet der moderne Berufsalltag das Hormon „Kortisol“ heute als „das“ Stresshormon.

All diese automatischen Notfall Programme des menschlichen Körpers bewirkt in akuter Situation, dass ein Körper mehr Sauerstoff und Energie zur Verfügung hat, um schnellstmöglich bis instinktiv zu handeln. Denn parallel fügt das Gehirn noch zwei Nebeneffekte zu den vorherigen hinzu. Zum einen wird die Gehirnleistung darauf reduziert werden, was absolut erforderlich ist. Der Mensch beginnt, mit seinem „Reptiliengehirn“ zu denken, der ältesten Gehirnregion in der Evolution. Die, die auf Basis von Instinkten und Reflexen steuert. Und das Gehirn wird dazu befähigt, sich die auslösende Situation ganz genau einzuprägen und sie als Erkennungsmuster abzuspeichern. Sprich, das nächste Mal bereits aus größerer Entfernung zu erkennen, das ist kein großer Felsbrocken, sondern ein Säbelzahntiger!

Das, was früher lebensrettend war, macht in heutigen beruflichen Extremstress-Situation wenig Sinn und kann dem Menschen in mehrfacher Hinsicht mehr von Nachteil als von Vorteil sein.

Der Börsenhandel nimmt in diesem Zusammenhang noch einmal eine ganz besondere Stellung ein. Es gibt an der Börse immer wieder besondere Situationen, die auf der Gefühlsebene bei Menschen ganz konkret die Art Ängste auslösen, die mit konkret empfundener Lebensgefahr und absolutem Fluchtinstinkt einhergehen. Der Mensch sieht sich auf einmal rasch anwachsenden roten Zahlen ausgesetzt, fühlt sich mit einmal mal komplett ohnmächtig und reagiert panisch. Oder es tritt dieser eben erwähnte „Erkennungseffekt“ ein – oh, das war das letzte Mal so ähnlich, aus diesem Trade muss ich SOFORT raus!

Dieser Zusammenhang gehört mit zu den Hauptgründen, warum viele Menschen an der Börse einfach nicht erfolgreich werden oder langfristig ihren anfänglichen Erfolg doch in Gesamtverluste verwandeln.

Ohne Bewusstseins-Kalibrierung, die einen so fest in sein eigenes ICH BIN und erwähltes Strategie- und Handlungs-Prinzip verankert, dass man – egal – was das Auge meint zu sehen – absolut stringent nach seinem zuvor festgelegten Regelwerk vorgehen lässt, wird man an der Börse und auch in manchen weitreichenden beruflichen Entscheidungen langfristig nicht den Erfolg erreichen, den man sich wünscht.

Auch hier greift das fundamentale Prinzip:
ICH BIN steuert. Du bist der Ozean und die Wellen an der Oberfläche sind von Dir selbst erzeugt. Niemandem sonst.

Wann hast Du Dir das letzte Mal gesagt:

ICH BIN ERFOLG.
ICH BIN ABSOLUTE FOKUSSIERUNG AUF MEIN ZIEL.